Erste Hilfe bei Hunden

Die richtige Versorgung im Notfall rettet Hundeleben

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Erste Hilfe für deinen Hund

Dein Hund kann in eine Notlage geraten und erste Hilfe benötigen. Jetzt ist es wichtig, dass du genau weißt, was du tun musst, um bei dem Notfall das Leben deines Hundes zu retten. Dabei ist es besonders wichtig, dass du immer die Notrufnummer deines Tierarztes oder einer Tierklinik bei dir hast, um die nützliche Tipps für die wichtigsten Maßnahmen zu holen. Dadurch hat dein Vierbeiner die besten Chancen, den Notfall zu überleben.

Benötigt dein Hund erste Hilfe, ist es wichtig, dass du sofort mit den rettenden Maßnahmen beginnst. Dabei darfst du aber nicht deine eigene Sicherheit außer Acht lassen. Ein verletzter Hund wird sich immer verteidigen. Versuche zuerst, den Hund mit einer Leine zu sichern und dich durch eine Maulschlinge vor Bissen zu schützen. Jetzt kannst du den Hund in eine Position bringen, in der eine weitere Untersuchung möglich ist. Bewusstlose Hunde sollten natürlich nicht mit einer Maulschlinge ausgestattet werden, damit die Atmung nicht noch weiter behindert wird.

Bei welchen Notfällen sind Erste Hilfe Maßnahmen erforderlich?

Ein Notfall liegt nicht nur vor, wenn dein Hund durch einen Sturz oder einen Autounfall verletzt wurde. Auch Vergiftungen, Verbrennungen, ein Hitzschlag, Bissverletzungen, Knochenbrüche, Krampfanfälle oder akute Erkrankungen zählen zu den teilweise sogar lebensbedrohlichen Notfällen. Am dramatischsten ist ein Notfall, bei dem dein Hund das Bewusstsein verliert und Atmung und Herzschlag nicht mehr wahrzunehmen sind.

Ein Hitzschlag ist ein lebensbedrohlicher Notfall

Spielt dein Hund zu lange in der Sonne, erwärmt sich sein Körper immer stärker. Wahrscheinlich wird der Vierbeiner während des Spiels nicht auf seine Erschöpfung achten. Ist die Körpertemperatur über 40 Grad Celsius angestiegen, ist dein Hund nicht mehr in der Lage, die Überhitzung durch Hecheln auszugleichen. Die Temperatur steigt immer weiter an. Das Gehirn schwillt durch Flüssigkeitseinlagerung an. Dein Hund wird bewusstlos.

Erste Hilfe bei einem Hitzschlag

Bring deinen Hund schnell an einen schattigen Ort, damit er den Sonnenstrahlen nicht weiter ausgesetzt ist. Lege ihn in Seitenlage auf den Boden und überprüfe die Atmung und den Herzschlag. Jetzt kannst du beginnen, die Körpertemperatur deines Hundes zu senken. Leg feuchte Tücher auf seinen Körper und den Kopf, damit eine langsame Abkühlung erfolgt. Auf keinen Fall solltest du den Hund mit kaltem Wasser abspritzen. Der Temperaturunterschied könnte einen Schock auslösen. Dein Hund fällt ins Koma und stirbt. Sobald dein Hund stabilisiert ist, solltest du ihn zu einem Tierarzt transportieren.

Vergiftungen sind immer ein Notfall

Leichte Vergiftungen äußern sich in verstärktem Speichelfluss, geröteten Schleimhäuten, Erbrechen, Durchfall oder bei Kontaktgiften Rötungen der Haut. Vergiftungen können nicht nur durch giftige Pflanzen, sondern auch durch Lebensmittel, die für Hunde nicht geeignet sind, verursacht werden. Dazu gehören Avocados, die das Gift Persein enthalten, oder Schokolade und Rosinen. Bei diesen Vergiftungen muss dein Hund immer sofort zu einem Tierarzt gebracht werden. Auch wenn du äußerlich noch keine Symptome bemerkst, greift das Gift die Leber und den Herzmuskel an. Nur eine schnelle Behandlung kann das Leben deines Hundes retten.

Erste Hilfe bei Vergiftungen

Spüle die Schleimhäute und die Haut des Hundes mit reichlich Wasser. Die Eingabe von Tierkohle ist nur dann sinnvoll, wenn dein Hund das Gift gerade erst gefressen hat. Bring deinen Hund anschließend immer sofort zu einem Tierarzt.

Hat dein Hund Pflanzen gefressen, nimm eine Probe davon mit zu deinem Tierarzt. Sammle auch Erbrochenes ein. Um die Vergiftung wirksam behandeln zu können, ist es wichtig, dass die Art des Giftes bekannt ist.

Verbrennungen und Verätzungen

Bei Verbrennungen und Verätzungen solltest du die Haut deines Hundes mit Wasser kühlen. Decke die Wunden mit sterilem Verbandsmaterial ab und bring deinen Hund sofort zu einem Tierarzt. Ist dein Hund durch den Rauch bewusstlos geworden, benötigt er eine schnelle Versorgung mit Sauerstoff.

Zu den Notfällen zählen auch Verletzungen, Knochenbrüche und Bisswunden

Bisswunden sehen oberflächlich oft gar nicht so schlimm aus. Dabei sind die Zähne des Gegners tief in die Haut eingedrungen und haben vielleicht auch die Muskeln verletzt. Mit den Zähnen gelangen Bakterien in die Bisswunde. Die Keime vermehren sich schnell und verursachen Eiterungen.

Erste Hilfe bei Bisswunden und Knochenbrüchen

Desinfiziere oberflächliche Bisswunden und deck die Haut mit einem sterilen Verband ab. Ebenso kannst du bei Knochenbrüchen verfahren. Lagere die gebrochene Extremität deines Hundes stabil auf einer Decke und versuche, die Knochen mit einem Verband zu fixieren. Die weitere Versorgung sollte ein Tierarzt übernehmen.